Von Campingplatz bis Fabrikgelände: Mit 5G auf der Überholspur

Industriedrohnen, Telemedizin oder Maschinenkommunikation: In der neusten Folge des 5G Summer Camps zeigen wir, welche innovativen Anwendungen dank 5G für Geschäftskund*innen möglich sind, wie ein Campus-Netz funktioniert und was es vom öffentlichen 5G-Netz unterscheidet.

Jetzt geht’s ums Geschäft! Während im #5GSummerCamp zuletzt spielerische Mixed Reality-Anwendungen für private Nutzerinnen im Mittelpunkt standen, ist nun Vera Schmitz zu Gast. Sie ist Projekt-Managerin 5G für Geschäftskunden bei der Deutschen Telekom. Im Interview erklärt sie, wie Unternehmen mit 5G und guten Ideen so richtig durchstarten können – und wie sogar Campingplatzbetreiberinnen schon davon profitieren.

5G: Drei große Vorteile für Unternehmen

Seit 2018 tüftelt das Team von Vera Schmitz an 5G-Anwendungen für Industrie und Wirtschaft. Die Projekt-Managerin verrät die drei großen Vorteile von 5G in diesem Bereich: „Extreme Bandbreite, massive Maschinenkommunikation – und was eigentlich besonders interessant ist für industrielle Anwendungen, sind die kurzen Latenzzeiten.“

5G ist also gleich zweifach schnell, sowohl beim Datentempo als auch bei den Reaktionszeiten, sprich der Latenz. Wenn 5G-Kommunikation live abläuft, ohne Verzögerung, ist das genau, was Geschäftskunden brauchen – zum Beispiel für Telemedizin.

Jede Menge 5G-Anwendungen laufen schon

In den letzten drei Jahren haben sich Vera Schmitz und ihre Mitarbeiterinnen schon jede Menge Ideen umgesetzt. Bei Geschäftskundinnen der Telekom laufen bereits mobile Roboter, die Güter zwischen verschiedenen Hallen transportieren. Oder, wie Vera Schmitz verrät: „Wir haben inzwischen auch Projekte, bei denen Drohnen eingesetzt werden, zum Beispiel für Inspektionsflüge.“ Am Hamburger Hafen betreibt die Firma HHLA Sky 5G-gesteuerte Industriedrohnen, die das Gelände aus der Luft inspizieren.

Die Uniklinik Bonn nutzt ein 5G-Campus-Netz für bildgebende Verfahren wie CRT, das Ärzt*innen, Pflegekräften und Verwaltung die Arbeit erleichtert: „Da haben wir den Vorteil, dass die Bilder dann auch remote von den Ärztinnen und Ärzten angesehen werden. Sie können dann innerhalb des gesamten Klinikgebäudes Konsultationen vornehmen.“

Aber es müssen längst nicht immer große Unternehmen oder Institutionen sein. Sogar einen innovativen Campingplatz hat Vera Schmitz im Portfolio. Hier sorgen 5G, Tablets und Apps für schnellere und schlauere Abläufe. Campingplatz und Campus-Netz – die Telekom bringt’s zusammen.

Das ist ein Campus-Netz

Immer mehr Geschäftskund*innen setzen auf ihr eigenes Campus-Netz – also auf ein 5G-Netz, das lokal begrenzt an einem oder mehreren Standorten genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Gleich mehrere unterschiedliche Pakete gibt es hierfür. Mit dem Campus-Netz S nutzten Firmenkundinnen weiterhin das öffentliche Netz, das die Telekom aber mit zusätzlicher Hardware für die Bedürfnisse vor Ort optimiert. Beim Campus-Netz M lassen sich Daten bestimmter Prozesse im Betrieb bis zu einem gewissen Grad priorisieren, wie zum Beispiel die Kommunikation von Maschinen. Damit ist sichergestellt, dass die wichtigsten Daten im Unternehmen Vorrang vor allen anderen Prozessen haben. Und beim Campus-Netz L haben Geschäftskundinnen ein zusätzliches physisch getrenntes privates Netz, das nur sie benutzen – wie zum Beispiel die Deutsche Messe AG in Hannover, bei der das öffentliche 5G-Netz für die Besucher*innen und das private Netz für die Unternehmen auf Europas größtem 5G-Messegelände komplett getrennt laufen.

Vera Schmitz vergleicht das mit einer Autobahn samt Rettungsgasse: „Bei Campus M wird in kritischen Situationen Platz gemacht für bestimmte Anwendungen. Und bei Campus L hat der Kunde eine separate Spur auf der Autobahn, auf der nur er fahren darf.“ Und das mit Höchstgeschwindigkeit ohne Tempolimit.

Dank 5G: Starke Aussichten fürs Geschäft

Projekt-Managerin Vera Schmitz erläutert, dass die 5G-Zukunft auch für Geschäftskund*innen gerade erst begonnen hat: „Der nächste große Meilenstein wird die Einführung des 5G-Corenetzes sein. Damit wird dann auch Network Slicing möglich.“

Mit dem Corenetz arbeitet 5G erstmals völlig eigenständig ohne die Unterstützung des bisherigen 4G/LTE-Netzes. Per „Network Slicing“ lässt sich ein Mobilfunknetz dann in verschiedene „Scheiben“ teilen – zum Beispiel in einen Teil, der für höchstes Tempo optimiert ist. Oder in einen anderen Teil, bei dem minimalste Reaktionszeiten im Vordergrund stehen. Kund*innen bekommen damit immer genau die Scheibe Netz, die sie für ihre Anwendungen brauchen.

Der Tipp der Expertin an Unternehmen, die 5G Campus-Netze für sich zu nutzen wollen: „Jetzt loslegen!“. Wichtig dabei ist jedoch, dass Geschäftskund*innen sich vorab genau überlegen, bei welchen Prozessen es immer wieder hakt, wo sie Herausforderungen haben. Das ist der erste Schritt, um zusammen mit Vera Schmitz und ihrem Team maßgeschneiderte Lösungen für innovative Anwendungen zu finden – und Geschäftsprozesse mit 5G langfristig flexibler und effizienter zu gestalten.

Mehr über 5G lernen und Smartphone gewinnen

In jeder Folge der 5G Summer Camp Serie verlosen wir ein 5G-fähiges iPhone 12 Pro. Dazu stellen wir im Video eine Gewinnspiel-Frage. Eure Antwort schickt Ihr per Mail an gewinnen@telekom.de. Teilnahmeschluss für die Gewinnspielfrage der dritten Folge ist der 9. August 2021. Alle Teilnahmebedingungen zum Nachlesen gibt es hier. Wer gut aufpasst, findet die Lösung im Video. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Glück!

Das gesamte Interview mit der 5G-Expertin für Geschäftskund*innen gibt es im Video zu sehen:

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